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Ratgeber Autositze

Auf jeder Fahrt die passende Lösung

Unterwegs sollen Kinder bestmöglich geschützt und bequem sitzen – das ist für viele Familien ein zentrales Thema. Neben Sicherheit und Komfort spielt dabei auch eine unkomplizierte, stressfreie Handhabung des Kindersitzes eine wichtige Rolle.

Thomashilfen versorgt seit über 35 Jahren gemeinsam mit starken Partnern wie Britax, Römer oder RECARO Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf durch spezielle Reha-Autositze. Auf Basis dieser langjährigen Erfahrung wurden eigene Reha-Autositze entwickelt, in die das umfassende Wissen um die Anforderungen von Kindern und Eltern eingeflossen ist.

Dieser Ratgeber bündelt die wichtigsten Informationen zu Funktionalität, Bedienung, Komfort und Sicherheit. So erhalten Sie eine praktische Entscheidungshilfe, um den Reha-Autositz zu finden, der am besten zu Ihrem Kind und zu Ihrem Familienalltag passt.

Fröhliches kleines Mädchen sitzt sicher angeschnallt in einem Reha-Autositz von Thomashilfen mit Kopfstütze und 5-Punkt-Gurt im Auto.

Was muss vor dem Kauf bedacht werden?

Wie groß und wie schwer ist mein Kind?

In welchem(n) Auto(s) kommt der Kindersitz zum Ein satz? Hat das Fahrzeug eine ISOFIX-Anbindung?

Welche zusätzliche Reha-Unterstützung benötigt mein Kind beim Sitzen?

Gibt es spezielle Funktionen oder Zubehörteile, die mir die Handhabung erleichtern?

Im Regelfall übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Reha-Autositz. Je nach Krankenkasse kann ein Eigenanteil fällig werden, da Autositze auch für gesunde Kinder angeschafft werden müssen.


Was macht einen guten Reha-Autositz aus?

Reha-Ausstattung

Diese Autositze verfügen über eine spezielle Reha-Ausstattung und eine Auswahl an Reha-Zubehör, durch die der Sitz besser an die besonderen Bedürfnisse Ihres Kindes angepasst werden kann.

Sicherheits-Testung

Die Sitze wurden mit Reha-Ausstattung von einem unabhängigen Prüfinstitut getestet, damit die höchsten Sicherheitsstandards eingehalten werden. Der erfolgreich geprüfte Reha-Autositz wird dann als Rückhalteeinrichtung für spezielle Anforderungen mit einem „S“ gekennzeichnet.

Hilfsmittel-Nummer

Sie sind als anerkanntes Hilfsmittel mit einer Hilfsmittelnummer (HMV-Nr.) ausgezeichnet.

lange Nutzungsdauer

Gerade für Kinder mit besonderen Bedürfnissen werden häufig Sitze benötigt, die über einen längeren Zeitraum genutzt werden können. Einige Reha-Autositze bieten daher erweiterte Einstellbereiche und sind für eine besonders flexible Anpassung an das Wachstum des Kindes ausgelegt.

Portrait - Anette Detjen, Autositz-Beratung

Professionelle Hilfe erleichtert die Entscheidung für den richtigen Sitz

„Lassen Sie sich von Ihrem Fachhändler vor Ort beraten. Die geschulten Reha-Berater kennen sich bestens mit Autositz-Versorgungen aus. Ein Probe-Einbau in Ihrem Fahrzeug und eine Anpassung mit Kind ist zu empfehlen. Gerne nenne ich Ihnen einen Fachhändler in Ihrer Nähe.“

Anette Detjen, Autositz-Beratung


Sicherheit im Auto

Laut Straßenverkehrsordnung müssen Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, in Autositzen befördert werden.

Was passiert bei einem Heckaufprall?

Der rückwärtsgerichtete Reboard-Kindersitz bietet besseren Schutz bei Frontalunfällen, aber Eltern fragen jedoch oft, ob er bei Auffahrunfällen gefährlicher ist.

Heckunfälle sind seltener und weniger schwerwiegend. Heckkollisionen machen nur 4% der Unfälle aus, während Frontal- und Frontal-Seiten-Unfälle 53% bzw. 29% ausmachen. Bei Auffahrunfällen ist das Kind weiter vom Aufprall entfernt, was mehr Knautschzone ermöglicht. Heckunfälle machen nur 2-5% der Unfälle mit schweren Verletzungen aus, Frontalunfälle über 50%.

Der beste Platz für ein Kind im Auto ist die Rückbank hinter dem Beifahrersitz

Ein- und Aussteigen kann in Ruhe auf der sicheren, von der Straße abgewandten Gehwegseite erfolgen.

Fahrer kann während der Fahrt immer wieder schnell und ohne größeren Aufwand nach dem Kind sehen.

Die Mitte der Rückbank ist (mit Dreipunktgurt) ebenfalls gut geeignet.

Befestigen Sie den Sitz gemäß Bedienungsanleitung

Nur ein korrekt eingebauter Sitz kann bestmögliche Sicherheit bieten.

Probieren Sie vor Nutzung eines neuen Kindersitzes alle Funktionen und machen Sie sich mit dem korrekten Gurtverlauf vertraut.

Beifahrerairbag deaktivieren

Bei Montage des Sitzes auf dem Beifahrersitz den Airbag ggf. deaktivieren. Infos finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Kindersitzes und Ihres Fahrzeugs.

Extra langes Rückwärtsfahren
Rückwärtsgerichtete Kindersitze sind bis zu 5-mal sicherer. In einem rückwärtsgerichteten Autokindersitz (Reboarder), fungiert die Sitzschale als Schutzschild und absorbiert den Großteil der einwirkenden Kräfte. Die Kräfte werden dabei gleichmäßig über die größtmögliche und gerade Fläche von Rücken, Nacken und Kopf verteilt, sodass schwere Verletzungen vermieden werden können.
Kinder sicher angurten
Das Gurtzeug sollte eng, aber spannungsfrei am Körper liegen (maximal drei Finger dürfen zwischen Gurt und Brustkorb passen).
Richtige Kindersitzgröße wählen und regelmäßig Prüfen
Der Kindersitz darf nicht zu klein sein. Achten Sie besonders darauf, dass der Kopf des Kindes nicht über den Sitz hinausragt. Wenn bei einem Unfall der Kopf gegen die Oberkante eines zu kleinen Sitzes schleudert, kann dies schwere Verletzungen zur Folge haben. Ist der Kindersitz mitwachsend, passen Sie die Höhe von Rückenlehne, Begurtung und Kopfstützen immer wieder dem Wachstum des Kindes an.
Was bringt der Top Tether?
Er bietet bei Frontalunfällen zusätzlichen Schutz, indem er die Rotationsbewegung des Kindersitzes begrenzt. Dadurch wird die Vorwärtsbewegung des Kinderkopfs reduziert, was Verletzungen im Kopf-, Wirbelsäulen- und Nackenbereich vorbeugt. Der Top Tether trägt so wesentlich zur Sicherheit bei, indem er den Sitz besser fixiert.
Kindersitz nie auf Zuwachs kaufen
Keinen Kindersitz kaufen, für den das Kind noch zu klein und zu leicht ist. Nur ein für Körpergröße, Gewicht und Entwicklungsstufe geeigneter Kindersitz schützt das Kind zuverlässig.
Verwendung auf einem nach hinten gerichteten Fahrzeugsitz
In der Regel sind nur vorwärtsgerichtete Fahrzeugsitze für die Montage von Kindersitzen zugelassen. Bevorzugt sollten rückwärtsgerichtete Sitze somit von Erwachsenen belegt werden. Infos finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Kindersitzes und Ihres Fahrzeugs.
Portrait - Saskia Schleßelmann, Eltern-Beratung
Saskia Schleßelmann, Eltern-Beratung

Der passende Autositz für besondere Kinder

„Die körperliche Entwicklung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen verläuft oft recht unterschiedlich. Viele besondere Kinder sind kleiner und zierlicher als ihre Altergenossen.

Achten Sie daher neben dem Alter vor allem auch auf die Körpergröße und den Körperbau Ihres Kindes.

Ob der Sitz für Ihr Kind passt, finden Sie am besten beim Probesitzen heraus. Ihr Kind soll sich im Autositz sicher und wohl fühlen. Dafür gibt es auch optionales Zubehör zur besseren Anpassung. Nutzen Sie unser unverbindliches Testangebot, um den richtigen Sitz herauszufinden.“

Gesucht – gefunden

Jetzt den Wunsch Reha-Autositz in deinem Auto ausprobieren!

Wer nach einem Reha-Autositz für den Familienalltag sucht, sich jedoch noch unschlüssig ist welcher der passende Sitz ist, ist hier genau richtig. Lass dich von unserem Team beraten und probiere ein Reha-Autositz aus.


Diese Fehler sind ein Sicherheitsrisiko

Autositze für Kinder müssen nicht nur zu Gewicht, Größe und Alter des Kindes passen. Für die Sicherheit spielt neben dem korrekten Einbau auch das richtige Anschnallen eine große Rolle.

Zu lockerer Sitz
Der Fahrzeuggurt sollte so straff gezogen werden, dass der Kindersitz sich – an der Rückenlehne gefasst – nicht merklich von der Fahrzeugsitzbank wegziehen lässt. Wenn vorhanden: Isofix erleichtert den korrekten und festen Sitzeinbau im Auto.
Falscher Gurtverlauf
Achten Sie auf den korrekten Gurtverlauf gemäß Bedienungsanleitung des Kindersitzes. Durch die vorgesehenen Gurtführungen am Kindersitz ist ein optimaler Gurtverlauf gewährleistet. Der Schultergurt des 3-Punkt-Gurtes muss über die Mitte der Schulter, möglichst mittig über das Schlüsselbein verlaufen.
Zu lockerer Gurt
Der 5-Punkt-Gurt wird nicht straff genug festgezogen. Faustregel: Maximal drei Finger dürfen zwischen Schultergurt und Brustkorb des Kindes passen. Wenn ältere Kinder selbst ihren Gurt schließen wollen, müssen sich die FahrerInnen davon überzeugen, dass der Gurt auch tatsächlich straff sitzt.
5-Punkt-Positionierungsgurt ohne 3-Punkt-Gurt: Ein gefährliches Sicherheitsrisiko
Für Kinder mit Behinderung reicht dieser Schutz oftmals nicht aus, z.B. wenn eine Rumpfhypotonie oder Spastik vorliegt. Aus diesem Grunde bieten Hersteller von Reha-Autositzen sogenannte „Positionierungsgurte“ an. Diese dienen allein zur Erreichung einer besseren Sitzposition des Kindes, sie dürfen aber niemals ohne die Sicherung mit dem 3-Punkt- Gurt des Fahrzeuges verwendet werden.
Gepäckstücke nie beim Stützfuss platzieren
Der Fußraum stellt einen äußerst ansprechenden Raum für die Aufbewahrung von Wickeltaschen, Einkaufstaschen, Regenschirmen usw. dar. Jedoch ist zu beachten, dass dieser Bereich ausschließlich dem Stützfuss gehört. Schlimmstenfalls bricht dieser bei einem Unfall und der Sitz kann seine Aufgabe nicht mehr richtig erfüllen.
Nachlässige Handhabung
Zeitdruck und mangelnde Konsequenz führen oft zu „faulen Kompromissen“. Die Sicherung von Kindern im Auto wird in vielen Familien mit der Zeit immer nachlässiger gehandhabt, gerade wenn es mal wieder schnell gehen muss.
Junge sitzt im Kindersitz mit verdrehtem Sicherheitsgurt (Sicherheitsrisiko) im Auto, spielt lachend auf einem Tablet.
Verdrehter Gurt
Das Verletzungsrisiko erhöht sich, da ein verdrehter Gurt bei einer Kollision tiefer in den Körper einschneidet und durch die Fehlbelastung des Materials auch früher reißen kann. Bei Verwendung eines 5-Punkt-Sicherheits- oder Positionierungsgurtes verhindert ein Gurtverbinder-Clip das gefährliche Verdrehen der Gurte.
Kind schläft im Auto-Kindersitz mit dicken Kleidungsschichten, was ein Sicherheitsrisiko darstellt.
Dicke Kleidungsschichten
Daunenjacke, Anorak usw. sollen nicht zwischen Gurt und Kindeskörper liegen. Bei lockerem Gurt oder voluminöser Kleidung ist das Kind im Fall einer Kollision erheblich höheren Aufprallbelastungen ausgesetzt und kann vom Gurt nicht gehalten werden.
u.a. Quelle: BMVIT, Wien
Sascha Wohlfeil, rehaKIND Fachberater

Im Winter die richtige Kleidung im Auto

„Setzen Sie Ihr Kind auch im Winter nicht mit dicker Jacke in den Autositz. Es besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr, da das Kind in der dicken Jacke bei einem Unfall nicht vom Gurt gehalten wird. Wenn das Kind sicher und fest angeschnallt ist, legen Sie dem Kind einfach die ausgezogene Jacke über, damit es nicht friert.

Oder Sie ziehen Ihrem Kind für die Fahrt eine dünne Jacke an und decken es nach dem Anschnallen mit einer Decke zu. In der kalten Jahreszeit ist es ohnehin ratsam diese im Fahrzeug zu haben – gerade wenn es im Stau mal wieder etwas länger dauert.“

Sascha Wohlfeil, rehaKIND Fachberater

Standard-Autositz oder
Reha-Autositz?

Portrait - Lothar Wiesehan, Qualitätsbeauftragter von Thomashilfen

Sollten wir einen „Standard-Autositz“* kaufen und mit Reha-Zubehör erwei tern oder ist ein Reha-Autositz die bessere Wahl? Welche Konsequenzen hat meine Wahl in punkto Sicherheit und Produkthaftung? Diese Fragen beantwortet der Qualitätsbeauftragte Lothar Wiesehan.

Wie bekommt mein „Standard-Autositz“* eine Ausstattung mit Reha-Zubehör?

Spezielle Fachhändler können Reha-Zubehör an einem „Standard-Autositz“* anbringen. Beim Anbau von Reha-Zubehör spielt die fachgerechte Montage eine große Rolle. Mit ihr einher geht auch die Sicherheit des Sitzes. Handelt es sich um einen nachträglichen individuellen Sonderbau vom Fachhändler, erlischt normalerweise die straßenverkehrsrechtliche Zulassung des Autositzes, da in der Regel keine Sicherheitsprüfung erfolgt ist. In diesem Fall muss eine ärztliche Verordnung als Ausnahmegenehmigung bei jeder Fahrt mitgeführt werden. Hierin wird bestätigt, dass das Kind nur diese spezielle besondere Rückhalteeinrichtung im Auto nutzen kann.

Wer haftet eigentlich für das nachträglich modifizierte Produkt?

Hersteller von „Standard-Autositzen“* haften möglicher weise nicht für Produkte, die durch nachträgliche Montage von Reha-Zubehör „verändert“ wurden. Die Testung des jeweiligen Sitzes wurde ohne die nachträglich angebrachte Ausstattung vorgenommen. Nicht immer ist klar, wer die Verantwortung für die Sicherheit des modifizierten Sitzes übernimmt.

Welche Vorteile hat ein Reha-Autositz?

Reha-Autositze werden von einem unabhängigen Prüf-Institut inklusive Reha-Ausstattung getestet. Die Produkthaftung wird somit vom Hersteller des Reha-Autositzes übernommen. Bei diesen Sitzen ist klar, dass sämtliches getestetes Reha-Zubehör auf das jeweilige Produkt abgestimmt und angepasst ist. So ist sichergestellt, dass die Struktur der Sitzschale durch die Anbauteile nicht geschwächt wird und sie dem Kind weiterhin optimalen Schutz bietet.

Wie wird ein Reha-Autositz beantragt?

Ich empfehle den Eltern, sich im ersten Schritt Gedanken über die Voraussetzungen zu machen, die ein Reha-Kinderautositz für das eigene Kind erfüllen muss. Dabei spielen natürlich die Größe, das Gewicht, das Krankheitsbild und das Fahrzeug-Modell eine wesentliche Rolle. Unterstützung bieten hier Reha-Fachhändler oder Sozialpädiatrische Zentren (SPZ).

Dort gibt es in der Regel die Möglichkeit, Sitze mit dem Kind und im eigenen Fahrzeug auszuprobieren. Ist der passende Autositz gefunden, stellt der Haus- oder Kinderarzt eine entsprechende Verordnung (Rezept) aus.

Der Reha-Fachhändler erstellt anhand der Verordnung einen Kostenvoranschlag. Diesen reicht er zusammen mit der Verordnung zur Kostenübernahme sowie idealerweise einemErprobungsbericht bei der Krankenkasse ein. Nach Prüfung der eingereichten Unterlagen informiert die Kasse den Fachhändler über Zu- oder Absage der Kostenübernahme. Bei einer Zusage kümmert sich der Fachhändler um die Bestellung des genehmigten Autositzes und vereinbart mit Ihnen einen Termin für die Auslieferung.

* Autositz für gesunde Kinder ohne Reha-Zubehör

Gebrauchter Kindersitz
– ja oder nein?

Kritisch wird es, wenn Sie die Vorgeschichte eines gebrauchten Sitzes nicht kennen! Sie gehen dann das Risiko ein, z.B. einen unfallgeschädigten Sitz für Ihr Kind zu verwenden.

Bei einem Auto-Unfall war das Kind im Sitz mit an Bord

Hierzu sollten Sie wissen, dass bereits bei einem Unfall mit einer Aufprallgeschwindigkeit von etwa 10 km/h ein Autositz beschädigt werden kann.

Bevor Sie also einen Sitz verwenden, den schon jemand vor Ihnen im Einsatz hatte: Lassen Sie den möglicherweise beschädigten Sitz von einem Hersteller überprüfen, der dafür geeignetes Equipment hat. Solche Kontrollen können nur mit Spezialgeräten durchgeführt werden. Nur eine Sichtprüfung allein ist keinesfalls ausreichend, da sich Mikrorisse in der Sitzschale gebildet haben können.

Fachgemäße Sicherheitskontrollen sind in der Regel aufwän dig und sehr teuer. Thomashilfen bietet daher diese Kontrollen nicht an und wir empfehlen, bei einem Unfall mit Aufprallgeschwindigkeit ab 10 km/h sicherheitshalber den alten Sitz gegen einen neuen Autositz auszutauschen.

Wie viele Jahre dürfen Auto-Kindersitze genutzt werden?

Viele Hersteller empfehlen, Autokindersitze nicht länger als ca. 5 Jahre zu verwenden. Danach kann es u.U. zu Materialermüdungen kommen. Die Schutzwirkung der Sitzschale ist bei Unfällen eingeschränkt und es besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr.

Wir empfehlen beim Kauf oder der Nutzung gebrauchter Autositze: Kaufen / benutzen Sie keinen Autositz, dessen Vorgeschichte Sie nicht kennen!

Stellen Sie unbedingt sicher, dass der schon von anderen benutzte Sitz nicht in einen Unfall mit einer Aufprallgeschwindigkeit von mehr als 10 km/h verwickelt war.

Gurtpolster sollten vorhanden sein und Gurte keine Beschädigungen aufweisen. Das Gurtschloss und die Verriegelungssysteme müssen einwandfrei funktionieren.

Ein Kindersitz sollte auch nur dann gebraucht gekauft oder verwendet werden, wenn die Bedienungsanleitung vorhanden ist und er die Prüfnorm ECE R44/03 oder ECE R44/04 aufweist.


Reha-Ausstattung für individuelle Anpassung & Sicherheit

Ein Reha-Autositz bietet im Gegensatz zum „Standard-Autositz“ mehr individuelle Anpassungs möglichkeiten und Zubehör für die Bedürfnisse von besonderen Kindern im Auto.

Stilisiertes Bild eines Reha-Autositzes - die Polster und Stützen sind für eine bessere Sichtbarkeit hervorgehoben
Zusätzliche Polster und Pelotten im Sitz-, Oberkörper- und Kopfbereich bieten besseren Halt und helfen besonderen Kindern, gut im Auto zu sitzen. Bei schwacher Kopfkontrolle stützen die Kopfpolster der Reha-Austattung. Thorax- und Seitenpolster sorgen für eine bessere Führung des Oberkörpers. Ein Sitzpolster verhindert Hin- und Herrutschen im Sitz. Wenn das Kind größer ist, lassen sich die extra Polster der Reha-Ausstattung einfach herausnehmen.
Stilisiertes Bild eines Reha-Autositzes - die Thoraxpelotten sind für eine bessere Sichtbarkeit hervorgehoben
Die stabilen Thoraxpelotten werden körpernah rechts und links vom Rumpf des Kindes angebracht. So sitzt das Kind aufrecht und stabil und kann trotzdem die Arme frei und aktiv bewegen. Thoraxpelotten können in Höhe und Breite an das jeweilige Kind individuell angepasst werden. Zur punktgenauen Platzierung der Pelotten kann eine Klett-Rückenplatte genutzt werden.
Stilisiertes Bild eines Reha-Autositzes - der 5-Punkt-Gurt ist für eine bessere Sichtbarkeit hervorgehoben

Gerade in Standard-Autositzen für größere Kinder fehlt oft ein 5-Punkt-Gurt. Die Kinder werden nur mit dem fahrzeugeigenen 3-Punkt-Gurt gehalten. Reha-Autositze sind auch in höheren Gewichtsklassen mit einem eigenen 5-Punkt-Gurt ausgestattet. Dieser Gurt hilft bei der Positionierung des Kindes im Sitz. Er ist oft länger als der Gurt in Standard-Sitzen, damit auch größere Kinder noch lange gut gehalten werden. ACHTUNG: Der fahrzeugeigene 3-Punkt-Sicherheitsgurt muss zusätzlich verwendet werden. Er hält das Kind und den Sitz bei einem Unfall.

Stilisiertes Bild eines Reha-Autositzes - der Abduktionsblock ist für eine bessere Sichtbarkeit hervorgehoben

Abduktion bedeutet hier das Spreizen der Oberschenkel im Hüftgelenk und damit ein breiterer Sitz und eine bessere, stabilere Sitzposition. Benötigt ein Kind eine solche Abduktion, so wird dies mit einem Abduktionsblock zwischen den Knien erreicht. Gleichzeitig verhindert er unerwünschtes Überschlagen der Beine und mögliche Verletzungen durch das Gurtschloss. Es gibt einfache und individuell einstellbare Abduktionsblöcke.

Stilisiertes Bild eines Reha-Autositzes - das Gurtschildpolster ist für eine bessere Sichtbarkeit hervorgehoben

Kinder-Autositze sind am Gurtschloss des 5-Punkts-Gurtes oft mit einem dünnen Polster ausgestattet. Der Gurt wird zur Sicherheit gut festgezogen – damit das Gurtschloss nicht unangenehm auf den empfindlichen Kinderbauch drückt, federt das Polster Bewegung und Druck im Schrittbereich ab. Ein großes, extra gefüttertes Gurtschildpolster gibt Kindern zusätzlichen Halt und schützt wenig mobile Kinder noch besser vor unangenehmem Druck.

Stilisiertes Bild eines Reha-Autositzes - die Unterarmauflage ist für eine bessere Sichtbarkeit hervorgehoben

Das Kind kann sich auf die Auflage stützen und besser aufrecht halten, statt in die Leere vor sich zu greifen. Die Unterarmauflage gibt Stabilität und Sicherheit als Rundum-Unterstützung. Als Sichtbarriere zum Gurtschloss lenkt sie vom Abschnallen ab und das Kind kann die Auflage als Spielfläche nutzen.

Stilisiertes Bild eines Reha-Autositzes - die Drehplatte ist für eine bessere Sichtbarkeit hervorgehoben

Das mühevolle Hinein- und Heraussetzen gerade von größeren und schwereren Kindern ist eine tägliche Belastung für den Rücken. Mit einer Drehplatte lässt sich der Autositz zur Autotür drehen. So ist der Transfer vom Kind in und aus dem Sitz stressfreier und schont den Rücken der Eltern und Betreuer. TIPP: Eine Seatfix-Anbindung oder ein Stabilisationsbügel hält die Drehplatte noch besser im Auto.

Stilisiertes Bild eines Reha-Autositzes - der Sitzkeil (unten) ist für eine bessere Sichtbarkeit hervorgehoben

Kinder mit schwacher Kopfkontrolle brauchen eine entspannte Sitzhaltung, die nicht so anstrengend ist. Durch einen Sitzkeil unter dem Autositz verlagert sich der Schwerpunkt des Kindes weiter nach hinten und es kann sich zurücklehnen und entspannt sitzen.

Stilisiertes Bild eines Reha-Autositzes - die Sitzneigungs-Platte ist für eine bessere Sichtbarkeit hervorgehoben

Mehr Flexibilität als ein Sitzkeil bietet eine Platte mit Sitzkantelungs-Funktion. Mehrere Winkeleinstellungen sind möglich – von einer leichten Ruheposition bin hin zu einer optimal entlastenden Liegeposition von bis zu 16°. So können auch größere Kinder mit schwacher Kopfkontrolle entspannt mitfahren. TIPP: Eine Seatfix-Anbindung oder ein Stabilisationsbügel hält die Sitzkantelungs-Platte noch besser im Auto.

Stilisiertes Bild eines Reha-Autositzes - die Fußstütze ist für eine bessere Sichtbarkeit hervorgehoben

Mit einer Fußstütze sitzt das Kind stabil im Autositz. Die Beine baumeln nicht einfach in der Luft, sondern das Kind kann die Füße fest abstützen. Das gibt Kindern Sicherheit, da sie „festen Boden“ unter ihren Füßen spüren können. Auch das Hinausrutschen aus dem Sitz nach unten auf den Fahrzeug-Boden wird verhindert.

Stilisiertes Bild eines Reha-Autositzes - die Rückenplatte mit Klett ist für eine bessere Sichtbarkeit hervorgehoben

Kinder mit schwacher Körperkontrolle und niedriger Muskelspannung benötigen besonders viel Unterstützung beim geraden, aufrechten Sitzen. Für die Führung des Oberkörpers werden stabile Thoraxpelotten genutzt, die bei Bedarf auch von Reha-Techniker individuell angefertigt werden. Standard-Pelotten und Sonderbau-Lösungen können auf einer Klett-Rückenplatte punktgenau passend zum Kind angebracht werden.


Statuserhebung – Welche Hilfsmittel benötigt mein Kind?

Ein Bedarfsermittlungsbogen erleichtert Eltern, Betreuern und Versorgern die eindeutige Beschreibung und Dokumentation einer Hilfsmittelversorgung.

An einer Hilfsmittel-Versorgung und -Nutzung sind viele Akteure beteiligt. Um für die Entwicklung und Teilhabe des Kindes das bestmögliche Hilfsmittel für das jeweilige Umfeld zu finden, empfiehlt sich eine eindeutige Dokumentation und Beschreibung des Bedarfs.

Es werden z.B. folgende Informationen zusammengetragen:

  • allgemeine Informationen zum Kind
  • begleitende therapeutische Maßnahmen
  • Einteilung des Behinderungsgrades (z.B. nach GMFCS)
  • Körperfunktionen (physisch und psychisch)
  • Aktivitäten und Teilhabe

Die Klassifizierung der motorischen Beeinträchtigungen von Kindern mit Cerebralparese erfolgt in Anlehnung an das Gross Motor Function Classification System (kurz: GMFCS) der ICF. Das GMFCS-System beinhaltet fünf Stufen (Level). Die Einstufung erfolgt nach der Fähigkeit zu eigenständiger Mobilität und dem Bedarf an Hilfsmittel-Unterstützung. Eltern können bei der Einstufung mitwirken, da sie ihr Kind meist gut einschätzen können. GMFCS ist einfach und schnell angewendet, erfahrene Fachkräfte benötigen nur etwa 15 Minuten.

Illustration GMFCS Stufe I: Kind läuft frei ohne Einschränkungen, trägt eine Box und steigt eine Treppe hinauf.

Stufe I

Freies Gehen ohne Einschränkung; Einschränkung der höheren motorischen Fähigkeiten.

Illustration GMFCS Stufe II: Kind geht frei ohne Gehhilfen, benutzt Geländer zur Unterstützung beim Treppensteigen.

Stufe II

Freies Gehen ohne Gehhilfen; Einschränkung beim Gehen außerhalb der Wohnung und auf der Straße.

Illustration GMFCS Stufe III: Kind geht mit Gehhilfen und benutzt Rollstuhl für längere Strecken.

Stufe III

Gehen mit Gehhilfen; Einschränkung beim Gehen außerhalb der Wohnung und auf der Straße.

Illustration GMFCS Stufe IV: Kind sitzt im E-Rollstuhl, anderes Kind bewegt sich mit einer mit Gehhilfe fort.

Stufe IV

Selbstständige Fortbewegung eingeschränkt; Kinder werden geschoben oder benutzen E-Rollstuhl für draußen.

Illustration GMFCS Stufe V: Kind sitzt in Rollstuhl mit Kopf- und Körperstütze, wird von Betreuungsperson geschoben.

Stufe V

Selbstständige Fortbewegung selbst mit elektrischen Hilfsmitteln stark eingeschränkt.


Abbildungen mit freundlicher Genehmigung entnommen aus: „GMFM und GMFCS – Messung und Klassifikation motorischer Funktionen“, Dianne Russel u.a. Verlag Hans Huber, Hogrefe Verlag, CH-Bern, Abb. Prof. Kerr Graham, AUS-Melbourne.

Statuserhebung zur Bedarfsermittlung Hilfsmittel

Nutzen Sie für die Dokumentation einer Hilfsmittel versorgung den Erhebungsbogen von rehaKIND e.V.


Was ist die ICF
und warum ist sie so wichtig?

Grundlage einer Hilfsmittel-Versorgung sind nicht nur gesetzliche Vorgaben wie der Leistungsanspruch auf Hilfsmittel, Selbstbestimmung und Teilhabe im SGB XI. Bei der Begutachtung und Begründung von Hilfsmittel-Versorgungen muss die ICF berücksichtigt werden.

ICF bedeutet „International Classification of Functioning, Disability and Health“. (deutsch: „Internationale Klassifika tion der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit“) Die ICF ist eine Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die erstmals 2001 erstellt und herausgegeben wurde und als weltweit anerkannter Standard gilt. Sie beschreibt die aktuelle Funktionsfähigkeit, Aktivität und Teilhabe eines Menschen, um daraus Teilhabeziele, Fördermaßnahmen und Prozessempfehlungen abzuleiten.

Bedeutung der ICF für die Hilfsmittel-Versorgung

Hilfsmittel sollen den Erfolg einer Krankenbehandlung sichern, einer drohenden Behinderung vorbeugen oder eine Behinderung ausgleichen. Für die erfolgreiche Versorgung mit einem Hilfsmittel muss ein individuelles Versorgungskonzept für das Kind erstellt werden.

Dazu wird die Klassifizierung nach dem bio-psycho-sozialen Modell der ICF mit einbezogen. Dieses Modell beschreibt einen aktuellen Gesundheitszustand und die Wechselwirkung zwischen den Komponenten. Mit Hilfe der ICF wird beschrieben, was das Kind kann und welche Hilfe und Förderung es benötigt.

Zielsetzung: Hilfsmittel-Versorgung Autositz

Mit Hilfe der ICF-Klassifizierung wird z.B. eine Versorgung mit einem Autositz für Kinder beantragt. Die zielorientierte Begründung der Versorgung ist immer besser, als später ei nen Widerspruch formulieren zu müssen. Ein Beispiel:

Gesundheitsproblem: Dyskinetische Cerebralparese

Körperfunktionen und -strukturen:

  • starke Rumpf-Hypotonie ausgleichen / Thoraxstützen
  • emotional ausgelösten Spastiken und Anfällen vorbeugen
  • räumliche Wahrnehmung der Umgebung fördern

Aktivität: nahezu selbstständiges Ein- und Aussteigen innerhalb von 10 Wochen bewältigen

Teilhabe: familiäre Beziehung zu Großeltern stärken, Besuch von Schule und Tageseinrichtung ermöglichen

Umweltfaktor: Großeltern und Bekannte sind in den sicheren Gebrauch des Kindersitzes eingewiesen, geeignetes Hilfsmittel (Reha-Autositz) steht zur Verfügung

Personenbezogener Faktor: Akzeptanz des eigenen Reha-Autositzes als Sitzhilfe für unterwegs, Motivation schaffen zum selbstständigen Ein- und Aussteigen

Das Recht auf Teilhabe

„Immer wieder ist von dem Recht auf „Teilhabe“ die Rede, also dem „Einbezogensein in eine Lebenssituation“. Für Menschen mit Behinderungen besteht sogar ein gesetzlicher Anspruch auf Teilhabe im SGB IX und damit auch auf Hilfsmittel wie Kinderautositze. Denn diese fördern die Selbstbestimmung und das gleichberechtigte Miteinander am gesellschaftlichen Leben. Diese aktive Teilhabe ist ein wichtiger Baustein in der kindlichen Entwicklung.“


Wie bleiben Kinder sicher im Autositz angeschnallt?

Eine große Sorge bei vielen Eltern:

Dass sich das Kind während der Fahrt unbemerkt aus seinem Gurt windet und der Oberkörper nicht mehr sicher gehalten wird. Oft ist schnelles Anhalten und Wiederangurten dann nicht möglich. Und während das Kind mit der neuen Bewegungsfreiheit auf dem Rücksitz für Unruhe sorgt, fehlt dem Fahrer die Konzentration für den Straßenverkehr.

Anti-Escape-Weste

Das können Sie tun: Eine spezielle Anti-Escape-Weste für Kinder im Autositz verhindert das Herauswinden aus dem sicheren Gurt.

Gefährliche Lücken zwischen Gurt und Kind werden verdeckt

Weniger Unfälle, da keine Ablenkung des Fahrers durch nicht angegurtete Kinder

Das Gurtschloss wird nicht verdeckt

Es kann im Notfall schnell geöffnet werden

Einfache Anpassung und Anwendung

Mehr als 70% der Kinder winden sich während der Fahrt oft aus ihrem Gurt im Autositz

Portrait - Saskia Schleßelmann, Eltern-Beratung
Saskia Schleßelmann, Eltern-Beratung

Der passende Autositz für besondere Kinder

„Ob der Sitz für Ihr Kind passt, finden Sie am besten beim Probesitzen heraus. Ihr Kind soll sich im Autositz sicher und wohl fühlen. Dafür gibt es auch optionales Zubehör zur besseren Anpassung. Nutzen Sie unser unverbindliches Testangebot, um den richtigen Sitz herauszufinden.“


ISOFIX – Schnell und sicher

Isofix ist ein international genormtes Befestigungssystem für Kindersitze im Auto. Das System besteht aus stabilen Haken unten am Kindersitz und genormten Halteösen zwischen Sitzbank und Rückensitzlehne, die fest mit der Karosserie des Autos verbunden sind.

Mit Isofix lassen sich Kindersitze einfach und besonders fest im Auto verankern. Isofix vereinfacht also deutlich die Handhabung des Sitzes und reduziert bzw. vermeidet Fehler beim Einbau von Kindersitzen. Außerdem ist so auch der leere Kindersitz während der Fahrt gesichert und muss nicht ständig angeschnallt werden.

Doch nicht jeder mit Isofix augestattete Sitz passt in jedes Auto. Ältere Autos z.B. haben oft noch keine Isofix-Ösen, denn erst seit 2014 sind sie für die Außensitze der Rückbank vorgeschrieben.

Universell einsetzbar sind Isofix-Sitze nur mit einem zusätzlichen Befestigungspunkt im Auto. Damit wird einVorkippen des Sitzes bei einem Unfall verhindert.

Eine Möglichkeit ist der so genannte Top Tether, ein Haltegurt oben an der Rückbank. Alternativ wird ein Stützfuß zur Stabilisierung des Sitzes genutzt. Aber Achtung: Sind Staufächer vor den Rücksitzen, darf er nicht verwendet werden, denn die Deckel sind nicht stabil genug. Um trotzdem einen Kindersitz mit Stützfuß nutzen zu können, gibt es spezielle „Klötze“ für die Staufächer, die den Deckel stabilisieren.

Besonders verbreitet ist ISOFIX bei Babyschalen sowie Kindersitzen für Säuglinge und Kleinkinder. Dabei wird der Sitz fest mit der Fahrzeugkarosserie verbunden. Das Kind wird in der Regel über ein integriertes 5-Punkt-Gurtsystem gesichert. Dieses kann genutzt werden, solange die vom Hersteller festgelegten Größen- und Gewichtsgrenzen des Kindersitzes eingehalten werden. Für eine optimale Sicherheit empfiehlt es sich, den 5-Punkt-Gurt so lange zu verwenden, wie dies gemäß der Zulassung des Sitzes möglich ist.

Stabilität für große Reha-Autositze: Achtung – Verwechslungsgefahr

„Einige Hersteller von Reha-Autositzen nutzen das Isofix-Verankerungssystem des Fahrzeugs, um auch Kindersitze für größere, schwerere Kinder zusätzlich zu stabilisieren. Dafür werden Seatfix-Adapter zur Anbindung an das fahrzeugeigene Isofix-System genutzt. Das erleichtert das Handling für Eltern und Betreuer besonders, wenn eine Drehplatte oder Neigungsplatte zur Sitzkantelung genutzt wird.

Bitte beachten Sie unbedingt:
Die Isofix-Anbindung ersetzt NICHT die Sicherung vom Kind im Kindersitz durch den Dreipunktgurt – das Kind muss weiterhin immer mit der vorgeschriebenen Begurtung gemäß Bedienungsanleitung des Sitzes gesichert werden!“

Illustration des inneren eines Autos - Reboarder Kindersitz – gesichert mit Isofix und Stützfuß

Reboarder Kindersitz – gesichert mit Isofix und Stützfuß
Illustration des inneren eines Autos - Kindersitz – gesichert mit Isofix und Stützfuß

Kindersitz – gesichert mit Isofix und Stützfuß
Illustration des inneren eines Autos - Kindersitz – gesichert mit Isofix und Top Tether

Kindersitz – gesichert mit Isofix und Top Tether

Reboarder – Rückwärts sitzen bietet Sicherheit

Der Wechsel von der rückwärtsgerichteten in die vorwärtsgerichtete Sitzposition war nach der früheren ECE-R44/04-Norm bereits ab 9 kg zulässig. Nach dem heutigen i-Size-Standard (ECE R129) wird rückwärtsgerichtetes Fahren jedoch mindestens bis zum 15. Lebensmonat vorgeschrieben und darüber hinaus ausdrücklich empfohlen.

Der Kopf eines Kleinkindes ist im Verhältnis zum Körper noch sehr schwer und macht etwa 25 % des gesamten Körpergewichts aus. Diese Proportion verändert sich mit zunehmendem Alter deutlich.

Denn wird das Kind bei einem Frontalaufprall nach vorne geschleudert, wirken besonders auf den Kopf enorme Kräf te, welche Hals und Nacken nicht kompensieren können. Deshalb ist gerade bei Kindern mit schwacher Kopfkontrolle das rückwärts gerichtete Sitzen im Auto ratsam. Die Energie des Aufpralls wird bei einem Reboard-Sitz gleichmäßg über den gesamten Rücken verteilt. Die Sitzschale wirkt wie ein Schutzschild und schtzt Kopf und Hals.

Reboarder sollten nicht auf dem Beifahrersitz genutzt wer den, wenn der Airbag keine Deaktivierungsfunktion besitzt. Optimalerweise sitzt eine Begleitperson mit auf der Rück bank neben dem Kind um sich um den Nachwuchs küm mern zu können.

vgl. www.autobild.de

Illustration eines Kindes im vorwärtsgerichteten Autositz, das bei einem Frontalaufprall den einwirkenden Kräften in Fahrtrichtung ausgesetzt ist; der Kopf des Kindes ist rot markiert, um die Belastung durch den Aufprall zu zeigen.

Vorwärts gerichteter Autositz

Illustration eines Kindes in einem rückwärtsgerichteten Kindersitz im Auto. Bei einem Frontalaufprall wirken die Kräfte entlang des Rückens und des Kopfes, die durch den Sitz optimal verteilt werden, um Verletzungen zu minimieren.

Rückwärts gerichteter Autositz hinter dem Beifahrer


FAQ – Häufige Fragen

Welche Normen gibt es bei Reha-Autositzen?

Die aktuelle Zulassungsnorm für Kindersitze ist die UN ECE R129.

Die UN ECE R129 stellt höhere Anforderungen an die Sicherheit. Neben dem Frontalaufprall wird auch der Seitenaufprall geprüft. Außerdem schreibt die Norm für Kleinkinder einen rückwärtsgerichteten Transport bis mindestens 15 Monate vor und orientiert sich bei der Auswahl des Kindersitzes in an die Körpergröße des Kindes.

Für Kinder mit Behinderung reicht die herkömmliche Positionierung allein jedoch nicht immer aus. Deshalb verfügen viele Reha-Autositze zusätzlich über Positionierungsgurte. Diese unterstützen eine stabile Sitzposition und verbessern die Positionierung von Becken und Oberkörper. Wichtig: Positionierungsgurte dienen ausschließlich der Positionierung und ersetzen niemals die vorgeschriebene Sicherung mit dem integrierten 5-Punkt-Gurt oder dem fahrzeugeigenen Dreipunktgurt.

Das gilt grundsätzlich für alle Kindersitze – sowohl für Reboarder als auch für vorwärtsgerichtete Sitze – solange das Kind kleiner als 1,00 m ist.

Ausnahme: Bei Reboardern mit integriertem 5-Punkt-Gurt, wie z. B. dem RECARO Xenon 1 Reha oder dem Axkid ONE 3 Reha, erfolgt die Sicherung des Kindes direkt über den integrierten Sitzgurt; der fahrzeugeigene 3-Punkt-Gurt wird in diesen Fällen nicht zur Sicherung des Kindes verwendet.

Mein Kind öffnet häufig das Gurtschloss während der Fahrt. Was kann ich tun?

Sie sollten so schnell wie möglich anhalten und das Kind wieder angurten. Dem Kind sollte, soweit möglich, beigebracht werden, dass ein Abschnallen zum sofortigen Stopp der Fahrt führt. Wir raten von jeglichen technischen Hilfsmitteln, welche zum erschwerten Öffnen des Gurtschlosses führen, ab.

Bedenken Sie bitte, dass im Ernstfall ein fremder Retter das Kind schnell aus dem Kindersitz befreien muss. Deshalb sollte der rote Öffnungsknopf direkt gefunden und geöffnet werden können.

Was bedeutet Crash-Test?

Bei einem Crash-Test wird eine Kollision von Fahrzeugen unter realistischen Bedingungen simuliert. Dieser kontrollierte Vorgang wird meist von unabhängigen Instituten durchgeführt. Über den Crash-Test wird die Sicherheit des Sitzes von unabhängiger Stelle bestätigt.

Was ist ISOFIX?

International genormtes Befestigungssystem für Kindersitze

  • Vereinfacht den Einbau des Kindersitzes.
  • Reduziert das Risiko von Einbaufehlern.
  • Sorgt für eine feste und sichere Verbindung zwischen Kindersitz und Fahrzeug.

„Wenn kein Kind im Kindersitz sitzt, kann der Sitz – sofern vorgesehen – über ISOFIX mit den Verankerungspunkten des Fahrzeugs verbunden werden. Je nach Modell erfolgt zusätzlich eine Sicherung über einen Stützfuß oder einen Top Tether (Haltegurt).“

Vor der Versorgung sollte anhand der Fahrzeugfreigabe und der Typenliste geprüft werden, ob der gewünschte Kindersitz für das eigene Fahrzeug geeignet ist.

Achtung – Verwechslungsgefahr! ISOFIX ersetzt nicht die Sicherung des Kindes!
Das Kind muss immer entsprechend der Gebrauchsanweisung des Kindersitzes gesichert werden – entweder mit dem integrierten 5-Punkt-Gurt des Sitzes oder, je nach Sitzmodell, mit dem fahrzeugeigenen Dreipunktgurt.

ISOFIX bei Thomashilfen Reha-Autositzen

Je nach Reha-Autositz wird ISOFIX unterschiedlich eingesetzt:

Axkid ONE 3 Reha: Ein echter ISOFIX-Reboarder. Der Sitz wird ausschließlich über ISOFIX und Stützfuß im Fahrzeug befestigt. Das Kind wird mit dem integrierten 5-Punkt-Gurt des Sitzes gesichert. Ein fahrzeugeigener Dreipunktgurt wird hierfür nicht benötigt.

RECARO Axion 1 Reha, RECARO Monza CFX Reha (früher Monza Nova Reha) sowie vergleichbare Sitze mit Seatfix: Hier dient ISOFIX bzw. Seatfix der zusätzlichen Stabilisierung des Kindersitzes. Das Kind wird weiterhin mit dem fahrzeugeigenen Dreipunktgurt oder – je nach Reha-Ausführung – zusätzlich mit dem integrierten Positionierungsgurt gesichert.

Ist ein gebrauchter Auto-Kindersitz noch sicher?

Kritisch wird es, wenn Sie die Vorgeschichte eines gebrauchten Sitzes nicht kennen!

Sie gehen dann das Risiko ein, z.B. einen unfallgeschädigten Sitz für Ihr Kind zu verwenden. Wichtig zu wissen ist, dass bereits bei einem Unfall mit einer Aufprallgeschwindigkeit von etwa 10 km/h ein Autositz beschädigt werden kann.

Bevor Sie also einen Sitz verwenden, den schon jemand vor Ihnen im Einsatz hatte: Lassen Sie den möglicherweise beschädigten Sitz von einem Hersteller überprüfen, der dafür geeignetes Equipment hat. Solche Kontrollen können nur mit Spezialgeräten durchgeführt werden. Nur eine Sichtprüfung allein ist keinesfalls ausreichend, da sich Mikrorisse in der Sitzschale gebildet haben können.

Fachgemäße Sicherheitskontrollen sind in der Regel aufwändig und sehr teuer. Thomashilfen bietet daher diese Kontrollen nicht an und wir empfehlen, bei einem Unfall mit Aufprall Geschwindigkeit ab 10 km/h sicherheitshalber den alten Sitz gegen einen neuen Autositz auszutauschen.

Wie lange muss mein Kind einen Kindersitz benutzen?

Die gesetzliche Kindersitzpflicht endet, wenn das Kind 12 Jahre alt oder mindestens 150 cm groß ist. Bis zu diesem Zeitpunkt muss eine geeignete und zugelassene Rückhalteeinrichtung verwendet werden.
Moderne Kindersitze werden heute nach der UN ECE R129 (i-Size) zugelassen. Das bedeutet: Für die Auswahl des passenden Kindersitzes ist die Körpergröße des Kindes entscheidend – nicht mehr die früher verwendeten Gewichtsgruppen. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Kind innerhalb des vom Hersteller angegebenen Größenbereichs des Kindersitzes liegt.

Für Kinder mit Behinderung gelten häufig besondere Anforderungen. Spezielle Reha-Autositze sind als „Rückhalteeinrichtungen für besondere Anforderungen (S)“ zugelassen und haben zusätzliche Belastungstests bestanden. Dadurch können sie – je nach Modell – auch über die üblichen Einsatzbereiche hinaus genutzt werden und bieten Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf eine sichere und individuelle Versorgung.
Beispiele aus dem Thomashilfen Sortiment:

Der Hercules Prime eignet sich insbesondere für größere Kinder, Jugendliche, wenn herkömmliche Reha-Autositze zu klein geworden sind, aber weiterhin eine sichere Positionierung und zusätzliche Unterstützung im Fahrzeug erforderlich sind.

Tipp: Reha-Autositze mit der Kennzeichnung „S“ (Rückhalteeinrichtung für besondere Anforderungen) erkennen Sie an der entsprechenden Kennzeichnung auf dem Sitz. Sie wurden speziell für Menschen mit Behinderung entwickelt und erfüllen zusätzliche Anforderungen an Sicherheit und Belastbarkeit. Dadurch können sie – je nach Modell – auch außerhalb der üblichen Größen herkömmlicher Kindersitze eingesetzt werden.

Mein Kind hat nicht genügend Platz in seinem rückwärtsgerichteten Sitz für die Füße?
Das ist eher eine Frage des Komforts und nicht gefährlich für das Kind. Rückwärtsgerichtete Kindersitze bieten deutlich mehr Sicherheit. In Norwegen und Schweden wird der rückwärtsgerichtete Transport des Kindes aus Sicherheitsgründen deutlich mehr praktiziert als bei uns.
Bei einem Auto-Unfall war das Kind im Sitz an Bord!
Hierzu sollten Sie wissen, dass bereits bei einem Unfall mit einer Aufprallgeschwindigkeit von etwa 10 km/h ein Autositz beschädigt werden kann. Bevor Sie als einen gebraucht Sitz verwenden: Lassen Sie Ihn von einem Hersteller mit dafür geeignetem Equipment überprüfen. Solche Kontrollen können nur mit Spezialgeräten durchgeführt werden. Eine Sichtprüfung allein ist keinesfalls ausreichend da sich Mikrorisse in der Sitzschale gebildet haben können. Fachgemäße Sicherheitskontrollen sind in der Regel aufwendig und sehr teuer. Thomashilfen bietet daher diese Kontrollen nicht an und wir empfehlen, bei einem Unfall mti Aufprallgeschwindigkeit ab 10 km/h sicherheitshalber den alten Sitz gegen einen neuen Autositz auszutauschen.
Kann ich neue Bezüge für meinen Kinder-Autositz kaufen?
Der Bezug nutzt sich im Laufe der Zeit ab. Er wird strapaziert und Sonnenlicht und Schmutz wirken auf ihn ein. Bei normalem Verschleiß ist nach einer Benutzungszeit von 3 bis 4 Jahren ein Austausch des Bezuges ratsam. Die modernen Bezüge der Recaro-Sitze sind sehr pflegeleicht und einfach abzubauen. Der Bezug ist Bestandteil der Bauartgenehmigung! Deshalb verwenden Sie bitte nur Original-Ersatzbezüge.
Wie viele Jahre darf man Auto-Kindersitze benutzen?

Für Auto-Kindersitze gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Nutzungsdauer. Die tatsächliche Nutzungsdauer richtet sich nach den Herstellerangaben sowie dem technischen Zustand
des Produkts.

Für Thomashilfen Reha-Autositze gilt eine theoretische Nutzungsdauer von bis zu 6 Jahren, sofern der Sitz fachgerecht verwendet sowie regelmäßig nach den Herstellerangaben gewartet wird. Befindet sich der Sitz anschließend weiterhin in einem sicheren und technisch einwandfreien Zustand, kann er auch über diesen Zeitraum hinaus verwendet werden. Die Nutzungsdauer wird dabei immer im Einzelfall durch den Fachhandel beurteilt.

Zeiten der Einlagerung beim Fachhandel werden nicht auf die Nutzungsdauer angerechnet. Verschleißteile wie Polster, Bezüge oder Gurtschoner sind von der Nutzungsdauer ausgenommen und können bei Bedarf ausgetauscht werden.

Ist es sicherer einen Kindersitz auf dem Beifahrersitz oder der Rückbank zu befestigen?

Unfallstatistiken zeigen, dass Auto-Kindersitze die größte Sicherheit für das Kind bei einer Platzierung des Sitzes auf der Rückbank hinter dem Beifahrer bieten.
Aber Achtung! Eine Vielzahl von Unfällen passiert auch deshalb, weil der Fahrer sich während der Fahrt zu seinem Kind auf der Rückbank umdreht.

Eine Benutzung des Auto-Kindersitzes auf dem Beifahrersitz wird gerade beim Transport von behinderten Kindern – aufgrund des möglichen und z. T. erforderlichen direkten Sichtkontaktes mit dem Kind – häufig bevorzugt.

Voraussetzung hierfür ist aber die ausdrückliche Erlaubnis des Kindersitz-Herstellers (siehe Hinweise in der Gebrauchsanweisung), den Kindersitz auf der Beifahrerseite platzieren zu können und dass ein vorhandener Front-Airbag deaktiviert wird.

Bei rückwärtsgerichteten Sitzen (z.B.  Axkid ONE 3 Reha oder Sitzschalen) ist der Schutz des Kindes auch auf dem Beifahrersitzplatz gewährleistet – doch auch hier gilt, dass der vorhandene Airbag deaktiviert sein muss. Sicherer ist es aber, auch rückwärtsgerichtete Auto-Kindersitze auf der Rückbank zu platzieren. Durch einen zusätzlichen Spiegel (überall im Baby-Fachmärkten erhältlich) können Sie dann sogar den Sichtkontakt ermöglichen.

Wir empfehlen grundsätzlich die Verwendung des Auto-Kindersitzes auf der Rückbank und dort immer auf der Beifahrerseite. Damit können Sie das Kind von der sicheren Bürgersteigseite aus in das Fahrzeug setzen.

Seit wann müssen Kinder im Fahrzeug angeschnallt werden?

In Deutschland gilt seit 1993 eine gesetzliche Sicherungspflicht für Kinder im Auto. Kinder müssen bis zum 12. Lebensjahr oder bis zu einer Körpergröße von 150 cm mit einer geeigneten und zugelassenen Rückhalteeinrichtung gesichert werden.

Moderne Kindersitze werden  nach der UN ECE R129 (i-Size) zugelassen. Entscheidend für die Auswahl ist heute in der Körpergröße des Kindes.

Für Kinder mit Behinderung reicht die herkömmliche Positionierung allein jedoch nicht immer aus. Deshalb verfügen viele Reha-Autositze zusätzlich über Positionierungsgurte, die Becken und Oberkörper stabilisieren und eine sichere Sitzhaltung unterstützen.

Wichtig: Positionierungsgurte dienen ausschließlich der Positionierung und ersetzen niemals die vorgeschriebene Sicherung mit dem integrierten 5-Punkt-Gurt oder dem fahrzeugeigenen Dreipunktgurt.

Was ist bei der Benutzung von Kindersitzen in Verbindung mit Airbags im Auto zu beachten?

Beachten Sie stets die Hinweise in der Gebrauchsanweisung des Kindersitzes sowie im Fahrzeughandbuch.

Rückwärtsgerichtete Kindersitze (Reboarder) dürfen auf einem Beifahrersitz nur verwendet werden, wenn der Frontairbag deaktiviert ist. Andernfalls besteht bei einem Unfall ein erhebliches Verletzungsrisiko.

Seitenairbags stellen in der Regel kein Problem dar, wenn das Kind korrekt im Kindersitz gesichert ist und sich nicht aus dem Sitz herauslehnen kann.

Gerade bei größeren Kindern und Kindern mit Behinderung empfehlen sich Kindersitze mit hohen Seitenwangen und gutem Seitenaufprallschutz. Modelle wie der RECARO Xenon 1 Reha, RECARO Axion 1 Reha oder Axkid NEXTKID Reha bieten durch ihre tief ausgeformte Sitzschale und den ausgeprägten Seitenaufprallschutz zusätzliche Sicherheit und unterstützen gleichzeitig
eine stabile Sitzposition.

Wichtig: Die Hinweise des Fahrzeugherstellers und des Kindersitzherstellers haben immer Vorrang. So stellen Sie sicher, dass Kindersitz und Airbags optimal zusammenwirken.

Passen alle von Thomashilfen angebotenen Autositze in jedes Automodell bzw. auf die Rückbank?

Grundsätzlich sind die Reha-Autositze von Thomashilfen für viele Fahrzeugmodelle geeignet. Ob ein bestimmter Sitz in Ihr Fahrzeug passt, sollte jedoch immer anhand der aktuellen Typenliste des jeweiligen Herstellers geprüft werden. Nur die dort aufgeführten Fahrzeuge wurden für den jeweiligen Sitz getestet und freigegeben.

Vor der Auswahl sollten Sie außerdem überlegen, in welchem Fahrzeug oder in welchen Fahrzeugen der Sitz eingesetzt wird, ob eine ISOFIX-Anbindung vorhanden ist und welche individuellen Anforderungen Ihr Kind an die Sitzversorgung hat. Diese Punkte helfen dabei, die passende Versorgung zu finden.

Unser Tipp: Lassen Sie sich von einem qualifizierten Reha-Fachhändler oder der Thomashilfen Elternberatung beraten. Gemeinsam finden Sie den Reha-Autositz, der sowohl zu den Bedürfnissen Ihres Kindes als auch zu Ihrem Fahrzeug und Ihrem Familienalltag passt.

Was bedeuten „Typenliste“ und „Fahrzeugfreigabe“ bei ISOFIX?

Die Typenliste bzw. Fahrzeugfreigabe zeigt, in welchen Fahrzeugmodellen ein ISOFIX-Kindersitz verwendet werden darf. Sie hilft dabei zu prüfen, ob der Kindersitz für die ISOFIX-Verankerungspunkte Ihres Fahrzeugs zugelassen ist.

Tipp: Prüfen Sie vor dem Kauf immer die Typenliste bzw. Fahrzeugfreigabe des Herstellers. So stellen Sie sicher, dass der Kindersitz sicher und vorschriftsmäßig in Ihrem Fahrzeug verwendet werden kann.

Die Begurtung wird meinem Kind zu eng. Brauche ich einen größeren Sitz?

Diese Frage stellt sich häufig, besonders im Winter, wenn Kinder durch dicke Jacken oder Winteroveralls voluminöser gekleidet sind. Nach der aktuellen i-Size Norm (UN R129) richtet sich die Auswahl des Kindersitzes in erster Linie nach der Körpergröße des Kindes – nicht mehr primär nach dem Gewicht.

Wichtig ist dabei: Die Gurte müssen immer eng am Körper anliegen, damit der Sitz im Falle eines Unfalls optimal schützen kann. Auftragende Kleidung sollte deshalb im Kindersitz möglichst vermieden werden. Besser ist es, das Kind dem Innenraum des Fahrzeugs entsprechend zu kleiden oder eine Decke über den korrekt angeschnallten Gurt zu legen.

Ein Wechsel in den nächsten Sitz ist erst dann erforderlich, wenn die vom Hersteller angegebene Größenbegrenzung des aktuellen Sitzes erreicht ist. Ein zu früher Wechsel kann die Schutzwirkung deutlich reduzieren.

Kann ich einen Auto-Kindersitz auf dem Beifahrersitz benutzen?

Kindersitze können prinzipiell immer auch auf dem Beifahrersitz benutzt werden. Es ist jedoch ratsam, den Beifahrersitz ganz nach hinten zu schieben, um dem Kind größtmögliche Beinfreiheit zu ermöglichen. Ist ein Beifahrerairbag vorhanden, muss dieser grundsätzlich ausgeschaltet werden. Falls kein Schalter vorhanden, hilft Ihnen Ihre Auto-Fachwerkstatt.

Beachten Sie dazu bitte sowohl die Ausführungen in der Gebrauchsanleitung Ihres Kindersitzes als auch die Hinweise im Handbuch Ihres Fahrzeuges.

Generell sollen Kinder aber möglichst auf den hinteren Sitzplätzen transportiert werden – dort ist das Verletzungsrisiko am geringsten.

Kann man eine Sitzerhöhung (Booster) auch ohne Rückenlehne verwenden?

Nach der aktuellen UN ECE R129 sind einige Sitzerhöhungen auch ohne Rückenlehne zugelassen. Aus Sicherheitsgründen empfehlen Fachleute jedoch, möglichst einen Kindersitz mit Rückenlehne zu verwenden.

Die Rückenlehne verbessert den Seitenaufprallschutz, schützt Kopf, Nacken und Oberkörper und sorgt dafür, dass der fahrzeugeigene Dreipunktgurt korrekt über Schulter und Becken verläuft. Gleichzeitig bietet sie mehr Komfort und verhindert, dass der Kopf beim Schlafen seitlich abkippt.

Gerade für Kinder mit Behinderung ist ein Kindersitz mit Rückenlehne besonders empfehlenswert. Viele benötigen aufgrund einer eingeschränkten Rumpf- oder Kopfkontrolle zusätzlichen Halt. Reha-Autositze bieten hierfür neben einem ausgeprägten Seitenhalt häufig auch individuelle Positionierungshilfen, die eine sichere und stabile Sitzposition während der Fahrt unterstützen.

Kann mein Kind im Auto die Winterjacke anbehalten?

Trägt ein Kind einen dicken Anorak oder Overall, lässt sich der Sicherheitsgurt des Kindersitzes nicht straff spannen, sitzt nicht an der richtigen Stelle und vor allem nicht nah genug am Körper. Im Falle des Falles muss der Gurt erst die dicke Daunenfüllung der Jacke zusammendrücken, bevor er das Kind festhalten kann. Das schränkt die Sicherheit erheblich ein. Deshalb ist es notwendig, die Jacke auszuziehen. Bis die Temperatur im Auto angenehm ist, kann man das Kind mit seinem Anorak oder einer Decke zudecken.

Was ist ein „Top Tether“?

Der Top Tether ist ein zusätzlicher Haltegurt bei bestimmten ISOFIX-Kindersitzen. Er wird an einem dafür vorgesehenen Verankerungspunkt im Fahrzeug befestigt und reduziert bei einem Frontalaufprall die Vorwärtsbewegung bzw. das Kippen des Kindersitzes.

Kindersitze mit Top Tether dürfen nur in Fahrzeugen verwendet werden, die über einen entsprechenden ISOFIX-Ankerpunkt und einen Top-Tether-Befestigungspunkt verfügen. Ob Ihr Fahrzeug dafür geeignet ist, entnehmen Sie der Typenliste bzw. Fahrzeugfreigabe des Kindersitzherstellers.

Wichtig: Der Top Tether ist Teil des Befestigungssystems des Kindersitzes und ersetzt nicht die Sicherung des Kindes mit dem integrierten 5-Punkt-Gurt oder ggfs. dem fahrzeugeigenen Dreipunktgurt.

Mein Kind öffnet häufig das Gurtschloss während der Fahrt. Was kann ich tun?

Sie sollten so schnell wie möglich anhalten, das Kind wieder angurten und über die Gefahr belehren, bevor die Fahrt fortgesetzt wird. Unter Umständen muss diese "erzieherische Maßnahme" mehrmals wiederholt werden. Vermeiden Sie auf jeden Fall, Ihr Kind für das Öffnen des Schlosses zu loben oder dessen Fähigkeit anderen sogar vorzuführen.

Bedenken Sie bitte, dass im Ernstfall ein fremder Retter das Kind schnell aus dem Kindersitz befreien muss.

Ein zu schwer oder gar nicht zu öffnendes Schloss würde dies möglicherweise verhindern. Von daher empfehlen wir, auch wenn es gerade bei behinderten Kindern manchmal schwierig ist, keine technischen Hilfsmittel zu verwenden wie z.B. druckkrafterhöhendes Gurtschloss, Abdeckung für das Gurtschloss, etc.

Sind Reha-Autositze beim Wechsel in ein anderes Fahrzeug zu schwer?

Ältere Reha-Autositze waren häufig schwer und dadurch im Alltag unhandlich. Moderne Reha-Autositze verbinden heute hohe Sicherheit, angenehmen Sitzkomfort und ein geringes Eigengewicht.

Mit dem RECARO Axion 1 Reha z.B. bieten wir einen der leichtesten Reha-Autositze seiner Klasse.
Mit einem Basisgewicht von nur 6 kg lässt sich der Sitz einfach zwischen verschiedenen Fahrzeugen wechseln – ein großer Vorteil für Familien, die den Autositz regelmäßig umsetzen oder transportieren.

Trotz seines geringen Gewichts müssen Sie keine Kompromisse eingehen: Der RECARO Axion 1 Reha bietet einen hohen Seitenaufprallschutz sowie vielfältige Möglichkeiten zur individuellen Anpassung und Positionierung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen.

Woran erkennt man, dass der 5-Punkt-Gurt richtig angelegt ist?

Faustregel: Maximal drei Finger dürfen zwischen Schultergurt und Brustkorb des Kindes passen. Wenn ältere Kinder selbst ihren Gurt schließen wollen, müssen sich die FahrerInnen davon überzeugen, dass der Gurt auch tatsächlich straff sitzt.

Warum sind rückwärtsgerichtete Kinder-Autositze eigentlich sicherer?

Rückwärtsgerichtete Kindersitze (Reboarder) bieten besonders bei einem Frontalaufprall den bestmöglichen Schutz. Da der Kopf von kleinen Kindern im Verhältnis zum Körper deutlich schwerer ist als bei Erwachsenen, werden Kopf, Nacken und Wirbelsäule in einem rückwärtsgerichteten Sitz wesentlich geringer belastet. Die Aufprallkräfte verteilen sich über die gesamte Rückenfläche.

Studien der schwedischen Unfallforschung zeigen, dass rückwärtsgerichtete Kindersitze das Risiko schwerer Verletzungen um bis zu 92 % reduzieren können.

Mit dem Axkid ONE 3 Reha bietet Thomashilfen einen modernen Reboarder für Kinder mit Behinderung. Er ermöglicht rückwärtsgerichtetes Fahren bis zu einer Körpergröße von 125 cm und kombiniert höchste Sicherheit mit individueller Positionierung und hohem Sitzkomfort.

Kann ich den Beifahrersitz benutzen, obwohl sich der Beifahrer-Airbag nicht deaktivieren lässt?

Ein rückwärtsgerichteter Autokindersitz darf unter keinen Umständen vor einem aktivierten Airbag platziert werden! Es ist lebensgefährlich für Ihr Kind. Wenn Sie den Airbag nicht fachgerecht ausbauen oder stilllegen lassen, darf der Beifahrersitz für diesen Sitz nicht benutzt werden!

Müssen Kinder auch im Taxi gesichert werden?

Ja. Auch im Taxi gilt grundsätzlich die Sicherungspflicht für Kinder. Deshalb sollten Eltern bereits bei der Bestellung angeben, dass ein Kind mitfährt und ein geeigneter Kindersitz benötigt wird.

Für Kinder mit Behinderung empfiehlt es sich jedoch, den individuell angepassten Reha-Autositz immer mitzunehmen. Nur so ist sichergestellt, dass das Kind optimal positioniert und entsprechend seinen individuellen Bedürfnissen sicher transportiert wird.

Tipp: Prüfen Sie vor der Fahrt, ob der Reha-Autositz für das Taxi bzw. Fahrzeug geeignet ist und sich dort sicher befestigen lässt.

Welchen Kindersitz benutzt man für Kinder mit Behinderungen?

Welcher Reha-Autositz der richtige ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen Ihres Kindes ab. Faktoren wie Körpergröße, Kopf- und Rumpfkontrolle, Muskeltonus sowie die benötigte Positionierung spielen bei der Auswahl eine wichtige Rolle.

Deshalb sollte die Versorgung immer gemeinsam mit einem erfahrenen Sanitätshaus oder Fachhändler erfolgen. Wichtig ist außerdem, den Reha-Autositz gemeinsam mit Ihrem Kind im eigenen Fahrzeug anzupassen und eine Sitzprobe durchzuführen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass der Sitz sowohl zu Ihrem Kind als auch zu Ihrem Fahrzeug passt.

Sie haben Fragen zur Auswahl eines Reha-Autositzes? Nutzen Sie die kostenfreie Elternberatung von Thomashilfen. Die erfahrenen Produktspezialisten unterstützen Sie bei der Auswahl des passenden Reha-Autositzes und vermitteln bei Bedarf einen Fachhändler in Ihrer Nähe, der eine individuelle Anpassung und Sitzprobe durchführen kann.

Welcher Platz ist der sicherste für Kinder im Auto?

Der beste Platz für ein Kind im Auto ist auf der Rückbank hinter dem Beifahrersitz. Beim Ein- und Aussteigen befinden Sie sich selbst und Ihr Kind auf der Gehwegseite und nicht mitten auf der Fahrbahn. Auch wenn zwei oder mehr Kinder im Auto befördert werden, sollten sie immer auf der Gehwegseite ein- und aussteigen. Die Kindersicherungen an den Türen sollten immer aktiviert sein. Der Platz in der Mitte der Rückbank ist, wenn Dreipunktgurte vorhanden sind, ebenfalls optimal und bietet dem Kind zusätzlich einen freien Blick nach vorne. Bei gegen die Fahrtrichtung montierten Kindersitzen sollte am besten eine Begleitperson mit hinten sitzen, die sich um den Nachwuchs kümmert. Und sicher ist es nicht verkehrt, ab und an zu prüfen, ob das Gurtschloss nicht bereits von pfiffigen kleinen Kinderhänden geöffnet wurde.

Wie sichere ich mein Kind richtig?

Darauf achten, dass sich der Kindersitz fest und sicher befestigen lässt. Der Sitz darf nicht kippen oder verrutschen. Auf den richtigen Gurtverlauf beim Kind achten. Den Schultergurt immer sauber über die Schulter und möglichst mittig über das Schlüsselbein anlegen. Der Beckengurt sollte so tief wie möglich über die Leistenbeuge laufen. Den Schultergurt niemals unter dem Arm des Kindes durchführen! Kindersitz und Kind immer straff und so eng wie möglich angurten. Gurtverlauf und Kopfabstützung nach Bedarf an das wachsende Kind anpassen. Und bei Sitzen mit Fangkörper darf das Fangelement keinesfalls weggelassen werden.

Darf ich Taschen oder Gepäck im Fußraum vor dem Stützfuß abstellen?

Nein: Der Bereich vor dem Stützfuß muss stets frei bleiben. Wickeltaschen, Einkaufstaschen oder andere Gegenstände dürfen dort nicht abgestellt werden, da andernfalls die Funktion des Stützfußes im Falle eines Unfalls beeinträchtigt werden kann und der Reha-Autositz möglicherweise nicht mehr den vorgesehenen Schutz bietet.

Bei Fahrzeugen mit Bodenluke darf der Stützfuß zudem nicht auf dem Lukendeckel positioniert werden; je nach Herstellerangaben ist entweder der Fahrzeugboden in diesem Bereich entsprechend verstärkt und als Aufstellfläche vorgesehen oder die Fläche ist nicht geeignet.

Maßgeblich sind in jedem Fall die Angaben im Fahrzeughandbuch!

Zulassungsarten von Auto-Kindersitzen

Je nach Kindersitz gibt es unterschiedliche Zulassungsarten. Sie geben Auskunft darüber, in welchen Fahrzeugen ein Kindersitz verwendet werden darf.

1. Integrale Systeme (für Babys & Kleinkinder)

Diese Sitze besitzen ein eigenes Gurtsystem (z. B. 5-Punkt-Gurt) oder einen Fangkörper.

  1. i-Size (Universal ISOFIX): Die höchste Stufe der universellen Zulassung. Diese Sitze passen garantiert auf jeden Fahrzeugsitzplatz, der vom Autohersteller mit dem „i-Size“-Logo gekennzeichnet ist. Sie werden zwingend mit ISOFIX sowie einem zusätzlichen Verankerungspunkt (Stützfuß oder Top-Tether) befestigt.
  2. Universal Belted (Universell mit Fahrzeuggurt): Seit der Phase 3 der Verordnung (ECE R129/03) können auch Sitze ohne ISOFIX eine universelle Zulassung erhalten.
    Sie werden rein mit dem 3-Punkt-Gurt des Fahrzeugs befestigt, müssen aber strenge Kompatibilitätsvorgaben erfüllen.
  3. Specific vehicle (Fahrzeugspezifisch): Gilt für Sitze, die aufgrund ihrer Konstruktion (z. B. besondere Abmessungen oder spezielle Stützfüße) nicht in jedes Auto passen. Für diese Sitze gibt es eine Typenliste (Fahrzeugliste) des Herstellers. Sie können sowohl auf ISOFIX-Basis als auch mit Gurtsicherung zugelassen sein.

2. Nicht-integrale Systeme (Sitzerhöhungen für größere Kinder)

Diese Sitze (meist ab ca. 100 cm Körpergröße) nutzen den 3-Punkt-Gurt des Fahrzeugs, um das Kind anzuschnallen.

  1. i-Size Booster Seat (Universelle Sitzerhöhung): Eine universelle Zulassung für Sitzerhöhungen (mit Rückenlehne). Sie passen auf jeden i-Size-Sitzplatz im Auto. Sie können zusätzliche ISOFIX-Rastarme zur Stabilisierung haben, die primäre Sicherung erfolgt aber über den Fahrzeuggurt.
  2. Specific vehicle Booster (Fahrzeugspezifische Sitzerhöhung): Wenn die Sitzerhöhung breiter ist oder die ISOFIX-Befestigung so konstruiert ist, dass sie nicht universell passt, wird sie als fahrzeugspezifisch zugelassen. Auch hier ist zwingend die Fahrzeug-Typenliste zu prüfen.
Wann in den nächsten Sitz wechseln?

Generell empfiehlt es sich, den Kindersitz erst zu wechseln, wenn dies unbedingt erforderlich ist, um die maximale Nutzungsdauer auszuschöpfen und das Risiko schwerer Verletzungen zu minimieren. Diese Regel gilt, solange der aktuelle Kindersitz noch optimal passt. Die Herstelleranleitung gibt dabei wichtige Hinweise, wie beispielsweise Mindestabstände zum oberen Rand oder zur festen Kopfstütze.

Eine Ausnahme bildet die Babyschale, insbesondere wenn danach ein rückwärtsgerichteter Sitz genutzt wird. Hier bleibt die sichere Fahrtrichtung erhalten, und die leicht aufrechtere Sitzposition reduziert die Nackenbelastung im Falle eines Unfalls. Achten Sie darauf, dass das Kind gemäß der Anleitung in den rückwärtsgerichteten Kindersitz passt. Ein Wechsel von der Babyschale zum rückwärtsgerichteten Sitz vor Ende der empfohlenen Nutzungszeit ist dann eine sichere Option.

Wie oft sollte die Größe des Kindersitzes überprüft werden?

Der Kindersitz darf nicht zu klein sein. Achten Sie besonders darauf, dass der Kopf des Kindes nicht über den Sitz hinausragt. Wenn bei einem Unfall der Kopf gegen die Oberkante eines zu kleinen Sitzes schleudert, kann dies schwere Verletzungen zur Folge haben. Ist der Kindersitz mitwachsend, passen Sie die Höhe von Rückenlehne, Begurtung und Kopfstützen immer wieder dem Wachstum des Kindes an.

Was bringt der Top Tether?

Er bietet bei Frontalunfällen zusätzlichen Schutz, indem er die Rotationsbewegung des Kindersitzes begrenzt. Dadurch wird die Vorwärtsbewegung des Kinderkopfs reduziert, was Verletzungen im Kopf-, Wirbelsäulen- und Nackenbereich vorbeugt. Der Top Tether trägt so wesentlich zur Sicherheit bei, indem er den Sitz besser fixiert.